Adrenalin sei Dank
November 9, 2006
Yipieeehhh!!!!!
…das musste jetzt erstmal raus
Als ich am Montag auf der Fahrt zum Trainig neben Susanne saß und mir fast die Augen zufielen, habe ich es schon fast bereut, dass ich überhaupt mitgefahren bin. Dementsprechend habe ich mir von dem Training auch nicht besonders viel erwartet. Als Sonja und Jules mich in die Mitte geholt haben, war ich erst einmal ziemlich verwirrt und natürlich extrem aufgeregt. Zum Glück hat mein Körper mich dann sofort ausreichend mit Adrenalin versorgt, Müdigkeit war also kein Thema mehr. Für mich war es eine neue Erfahrung, in dieser Form “körperlich” geprüft zu werden. Es ist nicht zu vergleichen mit den diversen “intellektuellen” Prüfungen, die ich schon hatte. Und ja Jules, auch mein Kopf hat sich genau in diesem Moment in den Urlaub verabschiedet. Man hört japanisches Kauderwelsch und hat keine Ahnung, was das alles heißen soll. Also einfach den Körper machen lassen. Es hat mich überrascht, wie gut das körperliche Gedächtnis unabhängig vom Kopf funktioniert.
Mit am Schönsten an meiner Prüfung fand ich übrigens die Reaktion der anderen. Danke an euch alle, für die tolle Atmosphäre und dass ihr euch so ehrlich mit mir gefreut habt!
Und ausgegrinst habe ich natürlich noch lange nicht
Ich kann es kaum erwarten, am Samstag voller Stolz meinen gelben Gurt auf dem Lehrgang einzuweihen.
Leoni
Pressure turning to joy
November 8, 2006
Pressure is an interested thing. There is something really special about Aikido tests. It’s the moment in which we get an insight to what our bodies have digested, what we have not just understood but what we have really learnt. It can also show us what we have to learn. Something that I was reminded of whilst I watched Leoni’s test is how exciting doing a test is. The atmosphere in the dojo on Monday was great, really electric. Was Leoni being tested or wasn’t she? Nobody (including Sonja and myself) really knew. After the Ikkyo’s it became clear that she was indeed being tested! Great our first student in Plattenhardt was being tested. These moments are ones that are hard to forget, these are special moments and the people who are in the dojo and share them are brought together.
I think after my shodan test my first test was the most important to me. I can still remember vividly how my heart started racing as I was called out into the middle to show what I could do . As soon as my teacher began to call out the attacks my mind went blank - oh god! It was clear my brain had temporarily gone on holiday so it was up to my body. When it was all over I remember feeling first confused then embarrassed and then came an overwhelming feeling of joy! (which manifested into a smile which I must have worn for at least a week) I had passed I was grade, I had a colour, I was officially part of the Aikido “club” (by which I mean all the crazy aikido freaks who are happy when the night bus is late so they can practice tai sabaki whilst no one is watching) and I felt really proud.
Leoni - I hope you wear your smile proudly and for a long time to come you should you did a really good test. Welcome to the “Club” and I’m looking foward to your future tests
Jules
Es gelbt so gelb
November 7, 2006
Wahnsinn, die erste Prüfung im neuen Dojo. Leonie hat einen grandiosen udo-sei hingelegt
und mit nur 3 Stunden Schlaf eine tolle Prüfung geschafft. Jetzt ist es noch viel mehr ” unser ” Dojo, nach dem Eröffnungslehrgang die nächste Stufe der Einweihung und ich freue mich ein Teil von all dem zu sein was noch folgt. Dickes Lob an Sonja und Jules ( Fleisssternchen
für den Ernst und gleichzeitig die Leichtigkeit mit der wir Aikido vermittelt bekommen.
Susanne
Die erste Prüfung!!!
November 7, 2006
Gestern war ein tolles Training und etwas ganz Besonderes: Wir durften unsere erste Prüfung in Plattenhardt abnehmen! Leoni hat mit ihrem ikkyo Standards für weitere Prüfungen gesetzt und ihren Gelbgurt absolut verdient! Herzlichen Glückwunsch nochmal an dich und viel Spaß am Wochenende mit dem ersten farbigen Gurt!!! Die eigene Prüfung zum Gelbgurt vergisst man nie und es ist toll, dass sie bei dir so gut gelaufen ist (trotz Müdigkeit!), so hast du immer gute Erinnerungen daran.
Ich persönlich finde es super, dass die erste Prüfung in Plattenhardt von einer Frau abgelegt wurde. Immerhin haben wir mehr trainierende Frauen als Männer. Sehr ungewöhnlich. Auf die Prüfungen unserer Männer freue ich mich aber selbstverständlich auch!
Jules und ich hatten uns vorher überlegt, wie wir die Prüfungen bei uns abnehmen möchten und sind jetzt, also nach der ersten Prüfung, sehr zufrieden damit, dass wir uns dazu entschlossen haben, auch ukemi (also nicht nur eine Rückwärtsrolle sondern auch Vorwärtsrolle und ukemi gegen “richtige” Techniken) und kokyo ho abzufragen. Es rundet die Prüfung ab und legt zusätzliche Bedeutung auf Dinge, die uns sehr wichtig sind.
A propos ukemi: Jules wies gestern auf die natürlich Körperspannung bei uke hin (als er zeigt, dass die runtergedrückte Hand ukes wenn losgelassen wieder leicht hochschnellt) und Ben brachte im Training dann das Thema der Führung bei yokomen uchi auf (die ebenfalls leichter wird wenn uke eine natürliche aber nicht übertriebene Körperspannung hat). Es ist so schwer, das Mittelding zwischen lommeligem und starrem/zu kraftvollem uke zu erklären… Gestern fiel mir ein neuer Vergleich dazu ein: Ein guter uke ist wie Mehrkornbrot. Wirklich
! Weder zu weich, so dass das Messer das Brot zerdrückt wie manchmal bei Weißbrot, noch zu hart so dass man nur mit Kraftaufwand eine Scheibe abschneiden kann. Mehrkornbrot hat gerade genug Konsistenz um gut und gleichzeitig leicht zu Schneiden zu sein. Dann kann man auch lernen, wie die Technik des Schneidens zu optimieren ist.
Ich glaube ich werde hier mal eine Sammlung anlegen von albernen ukemi-Vergleichen. Mehrkornbrot und Servolenkung hatten wir schon, ich bin sicher mir fällt noch mehr ein…
Und noch eine Nachbemerkung vom Montags-Training: Jules wies gegenüber Mike beim “Spätschoppen” darauf hin, dass Schwaben der Nabel der Welt ist. Da fiel mir auf: gar nicht dumm, wir Deutschen! Sogar hier im Westen wissen wir also, dass der Nabel nicht weit vom Zentrum weg ist
Sonja