War gestern mit Jules im Esslinger Training und habe quasi für mich selbst da weiter gemacht, wo Jules´ letztes Post aufhörte. Himmel und Erde.

Ich habe auf Aikiweb mal gelesen: “Aikido is the art of hitting people with planets.” Das hab ich damals überhaupt nicht kapiert. Aber jetzt dämmert es mir so langsam.
Die Kreise die wir machen und die Bewegungen die wir ausführen sind einerseits universal. Überall wo man hinschaut, findet man in der Natur Kreise, Spiralen und runde Formen. Auch und gerade im Weltall.
Andererseits werden die Bewegungen stärker, wenn die Intention nicht klein bleibt und ich nicht nur mich, meine Hände und den Partner sehe. Think big! Wenn ich mir vorstelle, dass meine Bewegung den Uke z.B. nicht nur auf die Matte, sondern in das 8. Untergeschoss befördert, dann kommt das auch an. Genauso sollte ich bei einer Aufwärtsbewegung nicht nur bis zum Ende meines Armes denken, sondern durch das Dach der Halle bis in den Himmel. Quasi Größenwahn für Aikidoka :-)

Sonja

Freitag 13.

Oktober 16, 2006

Danke für die Einladung zum Mitbloggen [ein tolles Wort :)]

Freitag war toll: Zum ersten Mal hat Sumi-Otoshi funktioniert. Ich finde die Technik genial: Für mich spiegelt Sumi-Otoshi viele Grundprinzipien von Aikido: Distanz, Timing, Stand, Mühelosigkeit und natürlich das Zwischenspiel von Tai-Waza und Ukemi. -Ohne Jules als Uke hätte die Technik nie funktioniert und ich hätte nie den Mut gehabt die Technik richtig mit Willen auszuführen.

Am Sonntag habe ich mich mir meinem 10-jährigen Neffen ein Bisschen gerauft.

Er versuchte meine Frau zu verprügeln.

Der kleine Typ ist recht schnell.
Mein Irimi-Nage war schneller… und deutlich Irimi.

Dennoch schaffte ich es, meinen Neffen ohne Schmerzen und Tränen platt zu machen. Darauf bin ich Stolz. Ich glaube mein Aikido macht fortschritte. : )

Den Tekubi danach nahm er mir aber etwas übel. : (

Kann ich nachvollziehen.

Jetzt bemitleidet er meine Frau. Harmonie wiederhergestellt.
Aikido ist toll.

Ben