Lehrgang mit Handicap

Juli 1, 2007

Seit Monaten hatte ich mich nun auf den Lehrgang am vergangenen Wochenende in Kronau mit Jean-Luc Subileau (6. Dan FFAAA) gefreut, fuhr mit Robby und Peter und viel guter Laune und Gummibärchen im Gepäck Richtung Bruchsal und dann das: mein Rücken spielte mir wieder einen Streich, so dass ich nur die ersten beiden Trainings von insgesamt 6 mitmachen konnte. &%§$*‘!& !!! Trotzdem wird mir das Wochenende in wirklich guter Erinnerung bleiben und ich habe viel mitgenommen – beim Zuschauen lernt man ja auch sehr viel.

Ich war zum ersten Mal im „Haus der Balance“ in Kronau und muss sagen, dass man es dort bei einem Lehrgang (und nicht nur dann) wirklich sehr gut aushalten kann 🙂 Es ist einfach eine runde Sache, wenn die Umkleiden hell, sauber und freundlich sind, die Matten ständig liegen und noch dazu Küche und Aufenthaltsraum für die Dojo-Übernachter vorhanden sind. Gestern konnte ich dann sogar für meinen Rücken die Sauna nutzen – Luxus!

Subileau war so wie ich ihn vom letzten Lehrgang in Erinnerung hatte: angenehm, freundlich, humorvoll ohne den Entertainer raushängen zu lassen. Meiner Ansicht nach hat er einen schönen Mittelweg gefunden zwischen dem „Halbgott in schwarz“ und dem „Kumpel von nebenan“. Er ist eine Respektperson ohne unnahbar zu sein. Das gefällt mir bei ihm sehr gut.

In den Trainingseinheiten wurde vieles geübt, was ich von ihm auch schon bei den letzten Lehrgängen gesehen habe. Da ich zwischenzeitlich schätzungsweise 1% von dem umsetzen konnte, was ich damals hätte lernen wollen, war das auch gut so 🙂 Die persönlichen Tips, die ich in den beiden Einheiten von ihm bekam, waren demnach auch ähnlich zum letzten Mal: aufrecht bleiben (himmelarschundzwirn, ich dachte wirklich, ich hätte das etwas besser im Griff…), zweite Hand nutzen (wie jetzt – man hat zwei Hände????!), etc. Gerne hätte ich mir noch mehr solcher Tips abgeholt, aber dann kam die Sache mit dem Rücken, und so musste ich mich mit dem „begnügen“ was Subileau in der Mitte zeigte und was ich am Rand sitzend bei den Einzelkorrekturen mitbekam.

Es gibt demnach ein paar Dinge, die ich jetzt dringend ausprobieren will und ich hoffe, dass ich morgen in alter Frische wieder auf die Matte kann. Dazu gehören ein paar Tips zu gyaku hanmi (z.B. Ellbogenkontrolle zur Kontrolle der Mittellinie) und das Ausrichten der eigenen Position/Mitte bei Irimi nage. Letzteres gehört scheint mir zu den Dingen, auf die Subileau oft hinweist – und es ist ein Aspekt, an dem ich in letzter Zeit oft rumgedacht und -gedoktert habe. Ich glaube/hoffe beim Zusehen etwas darüber verstanden zu haben. Subileau hat an diesem Wochenende schöne Bilder und Eselsbrücken benutzt – vielleicht lag es daran, dass da was „klick“ gemacht hat.

Ich persönlich finde, dass ich oft eher Probleme mit irimi habe und mir der Mut und das Zutrauen fehlen, bei irimi wirklich irimi zu gehen. Stattdessen habe ich Angst, meinem Partner weh zu tun, zögere und vielleicht habe ich sogar ein bisschen Angst vor meiner eigenen Courage. Da passt Subileau wirklich gut, denn wenn er eins kann, dann ist es irimi. Marchez, marchez, eben. Davon würde ich mir gerne ein Scheibchen abschneiden.

Abgesehen von den technischen Leckerbissen war der Lehrgang auch abseits der Matte eine runde Sache. Ich durfte neue Aikido-Bekanntschaften schließen (Grüße nach Heidelberg, Ulm, Freiburg und in den Schwarzwald) und mit den „üblichen Verdächtigen“ aus der Stuttgarter Region drei schöne Tage verbringen. Im September wird Subileau dann wieder in Heidelberg sein – ich fange schon mal ganz langsam an, mich drauf zu freuen.

Sonja

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