Shiho nage

August 17, 2007

Im Rahmen der Blogeinträge, die nach meinen Lieblingssongs benannt sind, folgt heute eine Hommage an Joss Stone: I fell in love with a boy shiho nage.

Gestern im Training in Esslingen habe ich u.a. shiho nage gegen gyaku hanmi mit Harald geübt. Fleißige Blog-Leser werden sich erinnern, dass Harald und sein legendärer, im Karate gelernter Stand schon mal hier aufgetaucht sind. Ich trainiere gerne mit Harald, weil eben jener Stand und seine immense Kraft in den Handgelenken eine echte Herausforderung darstellen und mir jedes Mal etwas beibringen – meist Bescheidenheit :-p

Nun gut, gestern war also shiho nage dran. Bei den ersten paar mal stand Harald – wie erwartet – wie Schillers Glocke, Kuzushi war noch nicht mal ansatzweise vorhanden und meine Muskeln meldeten mir, dass das, was ich da versuchte, nicht viel mit Kraftlosigkeit zu tun hatte. Ich fühlte mich in meine ersten Aikido-Jahre zurückversetzt, in denen sich meine Uke entweder aus der Technik drehen oder aber stehen konnten, ohne dass ich ihr Gleichgewicht gebrochen hatte – ganz im Gegensatz zu meinem eigenen Gleichgewicht, das ich vor allem bei der tenkan Ausführungen selbst zu verlieren schien. Grummel.

Gestern bin ich ganz gut damit klargekommen und nach etwas probieren wurde das ganze dann sogar recht fließend und mühelos, Harald hatte seinen Stand verloren und von Rausdrehen konnte keine Rede mehr sein. Klar, wie Volker gestern so schön zu mir sagte: Man muss auch mal einfach Trainieren können (Kontext: wir hatten gerade eine eher ungewöhnliche Hebeltechnik geübt, mit der wir uns erst mal vertraut machen mussten, bevor wir anfangen konnten, die Technik und Nage auszutesten). Aber mit Leuten zu üben, die nicht weich wie Butter sind, ist eine Herausforderung und wenn man das dann halbwegs hinbekommt, ist das schon auch ein klitzekleines Erfolgserlebnis.

Shiho nage tenkan gehört mittlerweile echt zu meinen Lieblingstechniken und es macht mir irre viel Spaß, weiter an dieser Technik zu feilen. Genau wie bei Irimi nage (ich finde das Synonym „20-Jahre-Technik“ eine eklatante Untertreibung) hätte ich in den ersten Jahren nie gedacht, dass das mal so sein würde. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und mir wird sogar der harte Koshi nage noch sympatisch. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Sonja

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