Heidelberg…

September 10, 2007

… ist wirklich eine tolle Stadt. An jeder zweiten Ecke gibt es entweder Indische Take-aways, Dönerstuben oder Häagen Dasz Eisdielen und der Kaffee ist auch sehr schmackhaft. Zudem hat Heidelberg ein Dojo mit wirklich ungewöhnlicher Architektur und mit halbnackten Männern, die zwischen ihren Saunagängen munter durch die Gegend laufen und sich auch mal dazu setzen um beim Training zuzuschauen 🙂 Ich finde, sowas sollte jedes Dojo haben 🙂

Aber zurück zum Anfang. Am Freitag fuhr ich zusammen mit Zoran und Olli gen Heidelberg um dort mal wieder einen Lehrgang mit Subileau sensei zu besuchen. Dieser Lehrgang war der Startschuss für drei Aikido-volle Monate auf die ich mich schon lange gefreut habe. Das Training am Freitag Abend gab Xavier, da irgendetwas bei Senseis Flug schief gelaufen war. Es war schön, Xavier als Lehrer zu erleben und ich finde, dass die Heidelberger es mit ihm richtig gut getroffen haben 🙂 Aufgrund der Fülle der Techniken an diesem Wochenende bin ich mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube es war in Xaviers Training, in dem wir eine Variantion von Tenchi nage gegen shomen uchi übten, bei der Uke hart geworfen wird. Das wollte ich bisher immer lernen, kam aber nie dazu, das zu üben, weil diese Form im DAB nicht gelehrt wird. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, meinen Uke (Robby) tatsächlich halbwegs sauber dabei zu werfen und danach sogar sicher zu stehen, und ich habe ein bis zwei Einsichten in diese Variation gewonnen, über die ich mich sehr freue.

Übernachten durfte ich netterweise direkt im Herzen Heidelbergs bei Paloma (danke nochmal!). Sie macht erst seit drei Monaten Aikido und rollt schon wie ein alter Hase 🙂 Ich war beeindruckt!

Am Samstag gab es dann zwei mal 2,5 Stunden Aikido bei Subileau Sensei und am Sonntag nochmal eine Einheit von 2,5 Stunden. Dieses Mal gab es viele Eingänge und Kleinigkeiten, die ich so nicht kannte und die mir neu waren und ich wette, ich habe die Häfte davon (leider!) schon wieder vergessen. In Erinnerung bleiben werden mir auf jeden Fall die unterschiedlichen Arten, Kote gaeshi zu führen und (mal wieder!) „marchez“. Ich glaube, ich reagiere bei vielen Eingängen und ganz besonders bei stark irimi-betonten Techniken zu spät und zu zögerlich. Daran werde ich besonders bei Lehrgängen von Subileau immer wieder erinnert. Subileau hat mir auch erklärt, ich solle mit meinem ganzen Körper eintreten (nicht nur mit meinem Arm) und ich müsse lernen, mit dem zu arbeiten, was gerade kommt. Auch wenn ich anders angegriffen werde als ich es vielleicht erwarte, etc. Dieses spontane, freie Reagieren übe ich ebenfalls viel zu selten und für mich fühlt es sich an, als ob das quasi ein Loch (von vielen) in meinem Aikido-Leben ist, das ich füllen sollte.

Mal wieder durfte ich bei einem interessanten Lehrgang neue, nette Leute kennen lernen und meinen Aikido-Horizont erweitern. Subileau sagte zum Abschied, dass er es begrüße, dass Teilnehmer von vielen unterschiedlichen Aikido-Richtungen an diesem Wochenende dabei waren. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sagte er, dass ihm das „Hoffnung schenke“. Das kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich empfinde die Vielzahl der Aikido-Verbände und Stilarten zunehmend als Vielfalt und Bereicherung, die das Aikido-Leben nur noch spannender macht. Und ich finde es spitze, dass über die Verbands-Grenzen hinweg immer mehr Brücken geschlagen werden und man feststellt, dass man letztendlich die gleiche Leidenschaft teilt.

Sonja

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