Jubiläum in Sindelfingen

Oktober 1, 2007

Die Sindelfinger hatten am Wochenende ihr 10-jähriges Dojo-Bestehen und feierten dies mit einem Lehrgang mit Martin Glutsch, 5. Dan DAB. Endlich mal wieder ein Landeslehrgang mit Martin, und dann auch noch gleich um die Ecke!

Die Matte war am Samstag trotz großer Halle sehr voll und der Anteil der Danträger für einen Landeslehrgang sehr hoch – ich schätze mal ein gutes Drittel der ca 70 Teilnehmer waren Yudansha. Auch Gäste aus anderen Verbänden waren da, unter anderem Christa und Flo von Dynamic Aikido Noquet und Claus und Esther vom Aikikai.

Es war also recht eng auf der Matte, aber zum Glück ist Martin ja für sein Telefonzellen-Aikido bekannt und ich finde, dass sein Stil gerade in solchen Situationen besonders gut zur Geltung kommt: Kurz, ohne unnötige Schnörkel, zentriert und klar. Dass das nicht immer leicht nachzumachen ist, sah man uns beim Trainieren dann wohl auch an 🙂

Martin erschuf mal wieder eine entspannte aber trotzdem konzentrierte Atmosphäre, in der man immer wieder auch was zum Lachen hatte. Am Samstag gab es Te Waza und am Sonntag dann – es gab etwas mehr Platz auf der Matte – Jo Waza. Super war auch, dass die Sindelfinger für den Samstag zwei Einheiten á 90 Minuten angesetzt hatten und dass das Training am Sonntag über 2 Stunden ging. So hatte man richtig viel von Martin und vom Training, denn ich finde eine Einheit am Samstag bei Lehrgängen immer etwas wenig. Bei so viel Zeit war es möglich, die Techniken die Martin vorzeigte auch tatsächlich ausgiebig zu üben und an Details zu arbeiten, anstatt von einer Sache zur nächsten zu hetzen. Ich glaube im ersten Training haben wir nur zwei oder drei Techniken geübt, was ich richtig intensiv fand und mir gut gefallen hat.

Die Plattenhardter schienen alle ebenfalls ihren Spaß gehabt zu haben und mir ist aufgefallen, dass es sich lohnt, auch mit Anfängern ab und zu mal Stabtraining zu machen. Das ist zwar kompliziert weil man neben dem eigenen Körper und dem von Uke auch noch diesen blöden Stock koordinieren muss, aber wenn man auf Lehrgänge geht wo mit dem Jo gearbeitet wird, hat man das Ding schon mal in der Hand gehabt und ist nicht total aufgeschmissen.

Der Herbst ist dieses Jahr für Martin-Fans ja eh eine prima Jahreszeit. Erst Sindelfingen, dann Murrhardt im Oktober, dann der Landeslehrgang in Berlin Ende Oktober und zum guten Schluss noch Landestraining im November. Man darf sich also auf mehr freuen.

Für mich persönlich war es toll, an diesem Wochenende weiter daran zu arbeiten, das was ich beim Lehrgang in Frankfurt gelernt habe weiter in das was Martin mir beibringt zu integrieren. Vieles überschneidet sich ja sowieso und unterschiedliche Lehrer benutzen nur unterschiedliche Worte und Ideen um es zu vermitteln. Die neu gewonnenen Ideen scheinen mir gut zu dem passen, was ich von „zu Hause“ mitbekommen habe und beides ist miteinander kompatibel. Ich denke aber auch, dass ich nur deshalb neue Ideen integrieren kann, weil ich von Martin ein stabiles, stimmiges Fundament bekomme, auf dem auch tatsächlich gebaut werden kann ohne dass ich mich verzettele oder die Linie verliere. Und ich habe eine Basis von der aus ich beurteilen kann, was ich von anderen Lehrern mitnehmen möchte und was nicht.

Sonja

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